Evangelische Stadtakademie Hannover

Herzlich willkommen zu unserem Programm 2018
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Liebe Freundinnen und Freunde der Stadtakademie!

in den ersten Monaten dieses Jahres nehmen wir zwei Jahrestage zum Anlass, einem Philosophen und einer Dichterin unsere Aufmerksamkeit zu geben. Am 11. Februar jährt sich zum 150. Mal der Geburtstag von Else Lasker-Schüler. Ihrer dichterischen Farbigkeit verknüpft mit ihrer Sprachspiellust in den Weiten ihrer den Orient suchenden Phantasie begegnen wir in ihren Gedichten und einem Roman über ihre Jerusalemer Jahre. Christa Ludwig stellt uns diese herrliche Dichterin vor.

Und der ernsthafte Norddeutsche Karl Jaspers, der Philosoph der Existenz und der Kommunikation, hat am 26. Februar seinen 50. Todestag. Mit ihm und seinem Werk ist der unbedingte Ernst bei aller Verschiedenheit im Gespräch zu bleiben in der Welt vorhanden. Sein unerschütterliches Vertrauen in den Austausch und seine existentielle Kommunikation brauchen wir im öffentlichen und persönlichen Leben. Wir konnten Georg Hartmann, der im Literaturarchiv Marbach den Nachlass von Jaspers aufarbeitet, gewinnen uns das Jaspersche Konzept der Freundschaft vorzustellen.

Die imaginäre Galerie führen wir fort mit der Vorstellung des Schauspielers und Theatermenschen August Wilhelm Iffland. Der Literaturprofessor Alexander Košenina läßt ihn uns lebendig werden.

In 2019 blicken wir auf das landeskirchliche »Jahr der Freiräume«, das dazu anregen möchte, wieder neu auf uns selbst und die Vielfalt unserer Möglichkeiten zu schauen, damit wir wagen, neu zu bewerten, was uns im Leben wichtig ist. Einerseits geht es uns um die Würdigung menschlicher Leistungen, aber genauso um die Würdigung unserer Bedürfnisse und Bedürftigkeit, die wir im besten Falle nicht als Quelle maßlosen Profits missbrauchen sollten. Auf der Suche nach einer guten Balance fragen wir in der Reihe »Argumente für Gesundheit« nach einer Neubewertung der »Ware« Pflege bzw. nach der »wahren« Pflege und was dazu wirklich hilfreich und gesellschaftlich heilsam wäre.

Und es geht weiter: Schlafen ist ein Grundbedürfnis des Menschen und ein Freiraum unseres Lebens, in dem wir die Zukunft erträumen, das Vergangene nacherleben und unsere Körper regenerieren. Nur leider finden viele von uns in einer vom Licht verschmutzten Umwelt nicht mehr zu der ersehnten Ruhe. An sechs Abenden widmen wir uns diesem Thema und unserem persönlichen Schlafverhalten. Wer dieses erforschen und möglicherweise verändern will, ist herzlich dazu eingeladen.

Ihre Martina Trauschke (Theologische Leitung)
Anette Wichmann (Sozialwissenschaftliche Leitung)

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