Evangelische Stadtakademie Hannover

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VON HANNAH ARENDT LERNEN
POLITIK, FREIHEIT, DEMOKRATIE

 

15. FORUM ZUR ZUKUNFT DER DEMOKRATIE

Es herrscht Unklarheit über die Grundlagen einer freiheitlichen Demokratie und den Sinn von Politik. Für Hannah Arendt ist Politik ein Akt des gemeinsamen Handelns. Und sie sagt „der Sinn der Politik ist Freiheit“ – „Freiheit ist nie verwirklicht, wenn das Recht auf aktive Teilhabe an den öffentlichen Angelegenheiten den Bürgern nicht garantiert ist.“ Eine Kritik am Rechtspopulismus, wie wir ihn zu Zeit weltweit erleben, erfordert eine präzise Klarheit unserer demokratischen Grundbegriffe. Wir möchten unsere Grundlage für eine demokratische Praxis mit Hannah Arendt daher neu reflektieren und bestimmen. Wie können wir mehr politische Teilhabe verwirklichen und ein Gegengewicht zur technokratischen Entwicklung in der Politik und zum Resonanzverlust zwischen Politiker*innen und Bürger*innen bilden? Unsere Möglichkeiten als Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf Politik, Freiheit, Selbst-Denken und Demokratie sollen dabei ausgelotet werden und Antworten für die politische Praxis gesucht werden. Hannah Arendt mahnt, dass das Denken bereits eine Form des Handelns sei und sie empfiehlt Räume zu öffnen. Als Hannah Arendt Kenner haben wir PD Dr. Wolfgang Heuer vom Institut für politische Wissenschaft der FU Berlin eingeladen, um uns Arendts Denken im Hinblick auf Demokratie, Handlungs- und Beteiligungsmöglichkeiten näherzubringen. Prof. Dr. Harald Welzer, Gründer von „Futurzwei. Stiftung Zukunftsfähigkeit“ ist Vordenker und Zukunftsarchitekt alternativer Lebensstile und Wirtschaftsformen in unserer Gegenwart. In seinem neuen Buch „Alles könnte anders sein – Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen“ zeigt er neue, kreative Denkräume auf, die zu anderen Wirklichkeitsbehauptungen führen und damit auch neues Handeln möglich machen. Das hat aktivierenden Charakter und zeigt, wie Beteiligung und Veränderung gehen kann und wodurch sie möglich wird. Wir finden es spannend, beide Ansätze miteinander ins Gespräch zu bringen, um daran die theoretischen Grundlagen eigenen Denkens und Handeln zu schärfen. Das Publikum soll dabei umfassend befragt und in die Diskussion einbezogen werden. Nach der Veranstaltung ist das Restaurant „Essenszeit“ in der Schwanenburg geöffnet, wo der Abend gemeinsam ausklingen kann.
 

Mitwirkende: PD Dr. Wolfgang Heuer, Berlin (angefragt)
Prof. Dr. Harald Welzer, Berlin (angefragt)
Barbara Kantel u. Mitglieder Junges Schauspiel, Hannover (angefragt)

Termin: Donnerstag, 28. November 2019, 19.00 Uhr
Ort: Eintritt: frei, Spenden erbeten

Anmeldung: erbeten bei der Stadtakademie oder per Mail an KlausWindolph@t-online.de
Verantwortlich: bei der Stadtakademie Anette Wichmann

Eine Veranstaltungskooperation zwischen der Proterra Project Cooperation e. V., der Stadtakademie an der Neustädter Hof- und Stadtkirche Hannover, der Stiftung Leben & Umwelt/ Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen, dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen, der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Hannah-Arendt-Haus-Hannover e.V.

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