Die Evangelische Stadtakademie Hannover als Teil der Stadtöffentlichkeit

Die Ev. Stadtakademie sucht als kirchliche Einrichtung das Gespräch mit Kultur und Gesellschaft. Dazu zählen Themen, die sich mit religiösen Formen der Gegenwart, mit Kunst und Literatur und besonders auch mit aktuellen gesellschaftspolitischen und ethischen Fragen befassen.

Die Veranstaltungen bieten qualifizierte Informationen und Einschätzungen durch kompetente Referentinnen und Referenten und den Freiraum zum offenen Gespräch und zur Meinungsbildung. Neben der Moderation eines Diskurses von Kirche und Gesellschaft bringt die Evangelische Stadtakademie die Position und die Kompetenzen der Kirche in Stadt und Gesellschaft zu Gehör.

Die Evangelische Stadtakademie als Teil der Evangelischen Kirche

Die Ev. Stadtakademie ist ein Forum für theologische Fragen und aktuelle kirchliche und theologische Auseinandersetzungen. Sie bietet Veranstaltungen an, die die Arbeit der Kirchengemeinden ergänzen, z. B. durch besondere Veranstaltungsformen und stadtweite Werbung. Die Veranstaltungen sprechen auch Menschen an, die in der Kirchengemeinde wenig verankert sind.

Im Sinne eines City-Kirchen-Konzeptes sind diese einmal die „freche urbane Intelligenz“ genannt worden. Veranstaltungen der Evangelischen Stadtakademie können modellhaft Anregungen für die Bildungsarbeit in einzelnen Kirchengemeinden geben. Dazu gehört auch die Beratung von und die Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden in der Stadt.

Das Programm der Evangelischen Stadtakademie

Seit 1989 erscheint halbjährlich ein Programm mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Lesungen und Seminaren. Auch musikalische Veranstaltungen und Tagesseminare gehören zum Angebot. Das Programm wird in der Stadt und im Umland über Kirchen und öffentliche Einrichtungen verteilt und an interessierte Einzelpersonen versandt.

Das Programm hat folgende Schwerpunkte:

  • Theologie und Kirche
  • Gesellschaftspolitik, Geschichte und Philosophie
  • Literatur, Theater, Bildende Kunst
  • Gespräch der Religionen

Hören – Fragen – Argumentieren

Mit diesen drei Begriffen wirbt die Evangelische Stadtakademie für ihre Arbeit. Als Einrichtung des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover gestaltet sie die Umsetzung des Bildungsauftrags, der in den landeskirchlichen Grundstandards seit jeher einen wesentlichen Schwerpunkt protestantischen Selbstverständnisses ausmacht. Die Stadtakademie bietet neben ihren Abendveranstaltungen eine große Auswahl an Seminaren und Workshops am Tage an.

Uns ist an einer offenen Angebotsstruktur gelegen. Dies bedeutet, dass die Teilnahme an den Seminaren und Workshops nicht an formale Voraussetzungen oder Vorkenntnisse gebunden ist und alle, die interessiert sind, teilnehmen können. Denn: Neugier genügt!

Unsere Kurse sind ein Ort der Begegnung. Der Besuch der Veranstaltungen bietet die Gelegenheit der Kommunikation und der Vernetzung. Wir sehen die Grundlage unserer Arbeit in der befreienden Botschaft des Evangeliums Jesu Christi. Hier zeigt sich unser Profil. Es ist Ziel der Evangelischen Stadtakademie, Lebensfragen im Licht des christlichen Glaubens anzuschauen.

Unsere Veranstaltungen reflektieren das Verhältnis von Glaube, Wissenschaft, Kunst und sozialem Miteinander in der Gesellschaft. Getragen sind sie von einem evangelischen Grundverständnis von Bildung, dass die Persönlichkeitsbildung und -entwicklung sowie die Bereitschaft zur Verantwortung für sich und andere in den Mittelpunkt stellt.

Von Gottfried Wilhelm Leibniz, dessen Bemühungen darauf ausgerichtet waren, neben den Universitäten Akademien zu gründen, um Theorie und Praxis (theoria cum praxi) stärker zu verbinden, ist das Profil der Evangelischen Stadtakademie wesentlich beeinflusst.

Durchgängig setzte er die Sprache des Glaubens in Beziehung zur Philosophie und den Wissenschaften. Sein Denken orientierte sich an konkreten Herausforderungen in der Gesellschaft, von der Konstruktion einer Rechenmaschine über die Verbesserungen der Gesundheitspflege bis hin zu einem Konzept einer Feuerversicherung. Die Leidenschaft für das Wohlergehen der Menschen inspirierte ihn zu Innovationen, die sich aufgrund seines interdisziplinären Denkens als nachhaltig wirksam erwiesen haben.

Dass wir die Räume der Neustädter Hof- und Stadtkirche nutzen, in der sich das Grab dieses Universalgelehrten befindet, ist ein äußeres Zeichen dieser Verbundenheit.

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