Stadtakademie

Herzliche willkommen zu unserem Programm 2017 Erste Seite

Seminare am Tage und Workshops


Sem 201 Senioren-Kantorei

Lothar Mohn, Kirchenmusikdirektor

Die Seniorenkantorei besteht nun bereits seit über zehn Jahren. Nahezu wöchentlich probt der Chor geistliche und weltliche Literatur, die in Gottesdiensten und Konzerten zur Aufführung gelangt. Neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit herzlich willkommen!

Mittwochs, 9.30 – 11.15 Uhr
Leibnizsaal in der Neustädter Kirche, Rote Reihe 8
Anmeldung bei KMD Lothar Mohn,
Tel.: 0177/6111954, E-Mail: lotharmohn@aol.com

 

SEM 202 Islamische Orthopraxie im kulturellen Kontext als Ausdruck muslimischen Glaubens. Eine Einführung

Wolf D. Ahmed Aries, Religionswissenschaftler

Die Frage danach, wie man seinen Glauben angemessen lebt, wird in unterschiedlichen Religionen und kulturellen Kontexten ganz verschieden beantwortet. Für manche Gläubige spielt diese Frage eine große Rolle, für andere weniger. Zum Beispiel ist das Wort und seine sehr persönliche Auslegung für uns protestantische Christen ein zentraler Aspekt gottesdienstlicher Praxis. Die Predigt und die Bibelexegese stehen im Mittelpunkt. Im islamischen Gottesdienst ist dies nicht der Fall, hier hat die liturgische oder rituelle Handlung beim Gebet einen weitaus wichtigeren Stellenwert für die rechte Glaubenspraxis. Welches Verständnis von Orthopraxie, also der rechten Glaubenspraxis, gibt es im Islam? Welchen Stellenwert hat sie? Gibt es Unterschiede in den religiösen Schulen und wie sieht es mit regionalen oder kulturellen Unterschieden aus? Eine spannende Frage, denn der Islam ist, genau wie das Christentum, eine in vielen Ländern der Erde gelebte Religion. Dieser Einführungskurs versucht, uns die Welten religiösen Ausdrucks und rechter Glaubenspraxis in unterschiedlichen muslimischen Schulen, Regionen und kulturellen Kontexten zu erläutern und führt damit auch in das Zentrum der wesentlichen Unterschiede des Religionsverständnisses im Vergleich zum Christentum.

4 × dienstags, 14.30 – 16.00 Uhr, 3., 10., 17., 24. Oktober 2017
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr 28 Euro / Mitglieder 22 Euro

 

SEM 203 Lichtenberger Stimmarbeit

Gerhard Hagedorn, Chorleiter

Sie lernen in diesem Kurs die zutiefst befreiende Stimmarbeit nach Gisela Rohmert (Lichtenberg) kennen. Die Lichtenberger Methode lehrt ein Singen in einer beglückenden Fülle und Brillanz, das nicht ermüdet, das den singenden Menschen selbst und die Hörerin / den Hörer tief berührt, gerade weil es keine äußerliche Wirkung erzielen will. Das Prinzip des Nicht-Tuns wird im Klang der Stimme praktisch erfahrbar. Die Resonanzfähigkeit des Körpers wird entwickelt. Sie werden die Veränderungen Ihres eigenen Klangs in kurzer Zeit erleben.

8 × montags, 11.00 – 12.30 Uhr,
4., 11., 18., 25. September, 9., 16., 23., 30. Oktober 2017
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr 56 Euro / Mitglieder 44 Euro

 

SEM 204 Kulturphilosophie (Teil II)

Dr. Benjamin Lindner, Philosoph

Was ist Kultur? Wie entsteht sie und was macht sie aus? Welche Bedeutung hat sie für den Menschen? Im Kurs werden ausgehend von Ernst Cassirers »Versuch über den Menschen« zentrale Theorien und Begriffe der Kulturphilosophie erarbeitet. Auf dieser Grundlage lassen sich aktuelle gesellschaftliche Themen in ihrer kulturellen Dimension verstehen und diskutieren. Dies ist die Fortsetzung des Seminars aus dem Frühjahr. Der Besuch des ersten Seminars ist keine Voraussetzung zur Teilnahme. Neueinsteiger sind herzlich willkommen!

4 × freitags, 17.30 – 19.30 Uhr,
8., 15., 22., 29. September 2017
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr 36 Euro / Mitglieder 28 Euro

 

SEM 205 »Auf den Spuren der Reformation in Hannover«

Jürgen Veith, Kulturwissenschaftler

Wir beginnen unseren Rundgang am Luther-Denkmal und beenden ihn dort auch wieder mit dem »Akt der Einmütigkeit«, der Hannoverschen Protestantismus-Erklärung von 1533. Anhand verschiedener Stationen auf unserem Weg beschäftigen wir uns mit der gesellschaftlichen Situation der Reformationszeit in Hannover zu Beginn des 16. Jahrhunderts.

1 × Dienstag, 15.00 – 16.30 Uhr, 19. September 2017
Treff- und Endpunkt: Lutherdenkmal an der Marktkirche
Teilnahmegebühr 7 Euro / Mitglieder 5,50 Euro

 

SEM 206 Mit einem alten Volksmärchen auf dem Pilgerweg zur Lebensquelle

Karin Hieronimus, Märchenerzählerin

Bewegung ist eines der Kennzeichen des Lebens, und Pilgern ist eine ganz besondere Form von kontemplativer Bewegung, die versucht, sich rhythmisch und körperlich den geistigen Quellen des Lebens zu nähern. Mit einem Märchen werden wir diesem Weg nachspüren.

1 × Dienstag, 10.00 – 12.00 Uhr, 26. September 2017
Gemeindehaus Gartenkirchengemeinde, Marienstr. 35
Teilnahmegebühr 10 Euro / Mitglieder 7,50 Euro

 

SEM 207 Schreibwerkstatt: Schreiben macht Spaß

Jeanette Kießling, Journalistin

Ein Tag für sich selbst und die eigene Schreiblust – für alle, die schreiben oder es anfangen möchten. Mit spielerischen Schreibübungen nähern wir uns der Welt des kreativen Schreibens, lassen uns inspirieren von Bildern oder Musik, von Lyrik oder Prosa, von Wünschen oder Wirklichkeiten, von Ernst oder Humor – bis unsere ganz eigenen Geschichten entstehen. Ob sie realistisch sind, verfremdet werden oder ganz der Phantasie entspringen, das wissen nur die Schreibenden selbst … Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

1 × Sonnabend, 11 – 18 Uhr, 7. Oktober 2017
Gemeindehaus Kreuzstraße 3/5 (EG)
Teilnahmegebühr 28 Euro / Mitglieder 22 Euro

 

SEM 208 Finanziell fit im Alter

Bernd Preibisch, Diplom-Sozialarbeiter

Immer mehr Menschen müssen im Alter von sehr wenig Geld leben. Wie vermeide ich es, in die Altersüberschuldung zu geraten? Welche Möglichkeiten gibt es, sich mit wenig bestmöglich zu organisieren? Oft sind Menschen, die in absehbarer Zeit in Altersrente gehen werden oder seit kurzem in Rente sind, mit diesen Fragen besonders befasst. Um dieses Thema aufklärend und beratend aufzugreifen, hat das Diakonische Werk Hannover das Projekt »Finanziell fit im Alter« ins Leben gerufen und informiert im Seminar in Kooperation mit der Stadtakademie praxisnah über das Thema Geld und die Vermeidung typischer Schuldenfallen im Alter.

1 × Donnerstag, 10.00 – 12.00 Uhr, 12. Oktober 2017
Diakonisches Werk, Burgstraße 8 – 10
Teilnahmegebühr: 7 Euro / Mitglieder 5,50 Euro

 

SEM 209 Kunst des Alters

Ute Kühling, Erwachsenenpädagogin

Bedeutende Gemälde und Skulpturen aller großen Kunstepochen vom Alten Ägypten bis in die Gegenwart zeigen in der gleichnamigen Ausstellung im Landesmuseum vom 29. September 2017 bis zum 18. Februar 2018 eindrücklich die unterschiedlichen Blickweisen auf das Alter und verdeutlichen den Wandel, den Altersbildnisse im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende in unterschiedlichen kulturellen und künstlerischen Kontexten vollzogen haben. Wir werden anhand von ausgewählten Kunstwerken über die vielen Aspekte des Themas der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema »Alter« sprechen und gemeinsam die Ausstellung im Landesmuseum besuchen, durch die die Referentin die Seminargruppe führen wird. Für die Kursteilnahme ist ein Wörterbuch erforderlich: Stohwasser: Lateinisch-deutsches Schulwörterbuch, eine Ausgabe ab 1994. Aber auch andere Wörterbücher sind möglich.

1 × Dienstag, 10.00 – 12.00 Uhr, 17. Oktober 2017
Theatermuseum, Prinzenstr. 9
1 × Freitag, 14.00 –16.00 Uhr, 20. Oktober 2017
Treffen im Foyer des Landesmuseums zum Besuch der Ausstellung, Willy-Brandt-Allee 5
Teilnahmegebühr: 15 Euro / Mitglieder 10 Euro (zuzüglich Eintritt im Landesmuseum – die Gruppe erhält im Landesmuseum eine Gruppenermäßigung)

 

SEM 210 Demokratie muss gelernt werden – Reformpädagogik, Jugendverbände und internationaler Austausch als demokratische Lernfelder der Nachkriegszeit

Dr. Kay Schweigmann-Greve, Justiziar, Philosoph

Jugendverbände ermöglichen seit der Weimarer Republik pluralistisches Engagement junger Menschen und haben an der Demokratisierung und Liberalisierung der Gesellschaft in Deutschland einen wesentlichen Anteil. Am Beispiel der »Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken« soll dieser Beitrag dargestellt werden. Illustriert mit Bildern wird ein eindrucksvoller Ausschnitt aus der Jugendgeschichte und der Verbindung von gesellschaftlicher Entwicklung mit der »großen« Politik lebendig. Kurt Löwenstein (1885 – 1939), Rabbinerstudent, Soldatenrat, Sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter und reformatorischer Schulpädagoge gründete in den Zwanzigerjahren die internationale Falkenbewegung, die Koedukation, Demokratie und Völkerfreundschaft zu ihren Grundprinzipien machte, eine sozialdemokratische Minderheitsposition in einer immer noch autoritätsgeprägten Gesellschaft. Erich Lindstaedt (1906 – 1952), dessen Ehrengrab auf dem Ricklinger Friedhof in Hannover liegt, erneuerte nach 1945 die Pädagogik der »Kinderrepubliken« der Falken und legte gemeinsam mit der Katholischen Jugend die Grundlagen demokratischer Jugendförderung und Vertretung. Ihre Biografien und die Eckpunkte ihrer bis heute wirksamen Pädagogik und Arbeit werden vorgestellt – ebenso wie die spannende internationale Jugendbegegnung der Falken nach 1945, bei der eine neue demokratische deutsche Jugend mit Gleichaltrigen in Jugoslawien – einem Land, das unter der nazideutschen Besatzung besonders schwer gelitten hatte – über Sozialismus, Demokratie und Blockfreiheit diskutierte.

3 × donnerstags, 17.00 – 18.30 Uhr, 19. Oktober, 2., 16. November 2017
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr: 21 Euro / Mitglieder 16 Euro

 

SEM 211 Literarische Romantik: Verzauberung, Grenzüberschreitung und das Unheimliche: »Nach innen geht der geheimnisvolle Weg“ (Novalis)

Dr. Uwe Sänger, Literaturwissenschaftler

Was war die Romantik? Unter anderem, so Rüdiger Safranski, eine »Fortsetzung der Religion mit ästhetischen Mitteln«. Man kann auch sagen: eine Überbietung der Religion durch die Entfesselung der Einbildungskraft, die auf spielerische Weise die Welt neu erfindet. Eine, politisch gesehen, ausschließlich geistige Welt. Mit ihrem Unbehagen an der Normalität nehmen die Romantiker jenes Unbehagen an der Entzauberung der Welt durch die Moderne vorweg. In nur wenigen Jahren, direkt um Wende zum 19. Jahrhundert, entwerfen Friedrich von Hardenberg (Novalis), August Wilhelm und Friedrich Schlegel sowie Ludwig Tieck eine neue und höchst innovative Poetik, die sich durch Gattungsmischung, Fragmentalität, Experimentierlust, Ironie, Witz, Interesse am Mythos, spezifischem Einsatz von Symbolen und Analogiedenken auszeichnet. Damit stellen sie viele ästhetische Weichen, auf denen sich zahlreiche moderne Literaturkonzepte bis heute bewegen. Das Seminar will in die wichtigsten Werke der Frühromantik und die dahinter liegenden geistigen und literarischen Konzepte, die sich vor allem mit Novalis, den Brüdern Schlegel und Ludwig Tieck verbinden, einführen, aber auch die spätere Entwicklung der Romantik und des Romantischen etwa bei E. T. A. Hoffmann, Eichendorff, Chamisso und Brentano weiterverfolgen.

4 × mittwochs, 10.30 – 12.00 Uhr,
18., 25. Oktober, 1., 8. November(am 8. 11. OG / Treppe!)
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr 28 Euro / Mitglieder 22 Euro

 

SEM 212 Märchen, Legenden und Sagen in der Bildenden Kunst (Teil II)

Prof. Dr. Heino R. Möller, Kunstwissenschaftler

Die Sammlungen von Märchen und Sagen seit dem frühen 19. Jahrhundert haben – zunächst in der Romantik – die bildenden Künste bis in das 20. Jahrhundert in starkem Maße beeinflusst. Das Märchenhafte, Zauberhafte, Fantastische, das »Un-Wirkliche« als Thema der Kunst opponierte zunehmend gegen den empirischen Realismus einer zweckorientierten bürgerlichen Wirklichkeit. Das zweiteilige Seminar geht diesem Phänomen nach. Das Seminar ist eine Fortsetzung aus dem Frühjahr – Neueinsteiger sind herzlich willkommen.

6 × freitags 11.00 – 12.30 Uhr,
20., 27. Oktober, 3., 10., 17., 24. November 2017
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr 42 Euro / Mitglieder 33 Euro

 

SEM 213 Märchen und Religion – Eine Seelenverwandtschaft?

Karin Hieronimus, Märchenerzählerin

»Wer mit den Bildern der Märchen umgeht, der versteht den heilsuchenden Menschen besser, er ahnt auch seine religiösen Hoffnungen«, sagt der Theologe und Märchenkundler Otto Betz. Das ist nur ein Aspekt zu diesem großen Thema … Wir werden in Verbindung mit einem alten Volksmärchen Märchen und Religion miteinander ins Gespräch bringen.

1 × Dienstag, 10.00 – 12.00 Uhr, 24. Oktober 2017
Gemeindehaus Gartenkirchengemeinde, Marienstr. 35
Teilnahmegebühr 10 Euro / Mitglieder 7,50 Euro

 

SEM 214 Die Ursprünge der Schrift

Dr. phil. Beate Veil, Ur- und Frühhistorikerin, Archäologin

In diesem Seminar erfahren Sie, wo, wie, wann und warum Schriftsysteme unabhängig voneinander in der Alten und Neuen Welt entstanden sind. Ist die mesopotamische Keilschrift oder die ägyptische Schrift die älteste? Oder nutzten schon die Steinzeitmenschen in Südosteuropa eine »Schrift«? Was ging der Entwicklung einer Schrift voraus und wie entwickelt sich ein Schriftsystem? Die verschiedenen Thesen hierzu werden dargestellt und diskutiert. Dies und vieles mehr wird uns in diesem Seminar beschäftigen.

3 × donnerstags, 10.00 – 12.00 Uhr,
2., 16., 23. November 2017
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr 27 Euro / Mitglieder 21 Euro

 

SEM 215 Religion und Literatur »›Das Schweigen‹, sagte der falsche Marabut, ›ist ein Zeichen Gottes‹« (Lars Gustafsson)

Dr. Uwe Sänger, Literaturwissenschaftler

Das Verhältnis von Religion und Literatur ist spannungsvoll. Im Laufe des 18. Jahrhunderts versteht sich Literatur immer mehr als autonom und diese Auffassung opponiert gegen die Absolutheit von Gnade, Glaube und Schrift. Darüber hinaus eröffnet sich ein konflikthaftes Beziehungsfeld von Ethik und Ästhetik. Abseits einer dezidiert christlichen Literatur setzt das Religiöse aber als Motiv, Thema und Sprachform wertvolle Impulse für vielfältige literarische Bearbeitungsformen. Besonders wirksam werden diese Impulse auch dort, wo sich seit der Aufklärung eine kritische bis ablehnende oder paradoxe Haltung zu Gott ausbildet. Christliche Topoi und Erfahrungsweisen haben in der Literatur ihren Ort gefunden. Das gilt auch besonders für die Literatur des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart, die im wesentlichen Gegenstand des Seminars sein wird. »Je stärker die allgemeine Entfremdung von den traditionellen Kirchen wird, je massiver der gesellschaftliche Exodus aus den bestehenden Kirchen und ihren Überlieferungen voranschreitet, desto theologischer scheint gleichsam im Gegenzug die Literatur zu werden.« (Jan Bauke-Rüegg). Hinter dieser Aussage öffnet sich ein Fragehorizont, dem wir uns in Lektüre und Gespräch nähern wollen. Voraussichtlich werden u. a. Texte von Thomas Mann, Franz Kafka, Martin Walser, Arnold Stadler, Peter Handke und Botho Strauss und einschlägige theologische Arbeiten behandelt.

1 × Freitag, 18.00 – 19.30 Uhr, 3. November 2017,
1 × Sonnabend, 11.00 – 16.00 Uhr, 18. November 2017
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr 28 Euro, Mitglieder 22 Euro

 

SEM 216 a/b/c Literarische Sahnestückchen: Über das Wagnis Perspektiven zu wechseln

»Du öffnest ein Buch, das Buch öffnet dich.« Im Sinne dieses chinesischen Sprichwortes werden im Literaturcafé ausgewählte »Sahnestückchen« in Ausschnitten gelesen und vorgestellt, die zum Nachdenken und gemeinsamem Gespräch anregen möchten. Dazu gibt es kleine Köstlichkeiten, Kaffee und Tee. Eine Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Region Hannover / Niedersachsen Mitte.

Moderation: Angela Biegler, EEB Region Hannover,
Anette Wichmann, Stadtakademie
Die Termine können einzeln gebucht werden.

 

SEM 216 a »Der alte König in seinem Exil« von Arno Geiger

Gelesen von Dr. Ulrike Budke-Grüneklee, Theologin,
Literaturwissenschaftlerin

1 × Sonntag, 15.00 – 17.00 Uhr, 5. November 2017
Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33
Teilnahmegebühr 14,50 Euro (inkl. Kaffee u. Kuchen)

 

SEM 216 b Poetologische und praktische Perspektiven auf die Kunst des Erzählens

Ein spannendes Interview über die Kunst des Erzählens mit Jana Raile und mit einem Austausch über eigene Erzähl- und Zuhörerfahrungen der Teilnehmenden. Dazu ausgewählte Texte von Heinrich Heine und Oscar Wilde, erzählt und gelesen von Jana Raile, Erzählkünstlerin und -ausbilderin. Jana Raile organisiert seit vielen Jahren das große Erzählfestival an der Markuskirche.

1 × Sonntag, 15.00 – 17.00 Uhr, 28. Januar 2018
Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33
Teilnahmegebühr 14,50 Euro (inkl. Kaffee u. Kuchen)

 

SEM 216 c »Corpus Delicti“ von Juli Zeh

Gelesen von Dr. Ulrike Budke-Grüneklee, Theologin, Literaturwissenschaftlerin

1 × Sonntag, 15.00 – 17.00 Uhr, 4. Februar 2018
Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33
Teilnahmegebühr 14,50 Euro (inkl. Kaffee u. Kuchen)

 

SEM 217 »Und dann gehen wir in die Oper …«: »Die Macht des Schicksals (La forza del destino)« von Guiseppe Verdi. Einen Opernbesuch vorbereiten und erleben

Michael Stier, Theologe, Musikwissenschaftler

Es ist eine Oper, die von tiefer Schuld handelt, von tragischen Zufällen und göttlichem Einwirken. Verdis Komposition ist angerührt von einer leidenschaftlichen Handlung, die Menschen in extremen Situationen zeigt und vom Bilderreichtum der wechselnden Schauplätze, eine Oper voller Kontraste. Gemeinsam besuchen wir im Anschluss an das Seminar an einem noch zu vereinbarenden Abend die Inszenierung in der Niedersächsischen Staatsoper.

4 × mittwochs, 11.00 – 12.30 Uhr,
8., 15., 22. November, 13. Dezember 2017
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr 28 Euro / Mitglieder 22 Euro

 

SEM 218 Luthers Theologie in den Kantaten von Johann Sebastian Bach

Michael Stier, Theologe, Musikwissenschaftler

Bach wurde in Eisenach geboren. Dort ging Luther zweihundert Jahre zuvor in die Lateinschule. Luther und Bach sangen jeweils in der Eisenacher Georgenkirche. Bach hat die Lehre Luthers intensiv in sich aufgenommen, im Unterricht, in seiner Kindheit, jeden Tag ein Stück des Katechismus, im Singen eines Lutherliedes. In Leipzig musste Bach seinerseits Katechismus-Unterricht erteilen. Jeden Samstag um sieben Uhr wurden die Thomaner von ihm im Katechismus geprüft. So hat Bach 13 Kantaten geschaffen, denen Luthertexte zu Grunde liegen. Luthers Theologie erkunden wir anhand dieser künstlerischen Rezeption von Bach. Seine Kompositionen und Dichtungen bieten dazu ein intensives musikalisches Erlebnis. Fragen nach Gottes Handeln, nach Gottes Gericht, der Gottverlassenheit des Menschen, nach Rettung und Trost des Menschen sollen gestellt und beantwortet werden. Es wird deutlich, wie modern diese Fragen sind und auch die Ereignisse, die sie heute auslösen. Das Seminar ist eine Fortsetzung aus dem Frühjahr – Neueinsteiger sind herzlich willkommen!

4 × mittwochs, 15.00 – 16.30 Uhr,
8., 15., 22. November, 13. Dezember 2017
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr 28 Euro / Mitglieder 22 Euro

 

SEM 219 Frontsoldaten des Zweiten Weltkriegs: Gefilmte Selbstzeugnisse zwischen Erinnerung, Schuld und Abwehr

Dr. Dirk Alt, Historiker

Bis heute wirkt die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs in Deutschland und an vielen Orten der Welt nach. Mit voranschreitender Zeit droht auch das historische Bewusstsein langsam schwächer zu werden. Immer abstrakter und schwerer zu beantworten wird die Frage, warum die Angehörigen der deutschen Wehrmacht für den NS-Staat kämpften. Heute, in Zeiten von Fundamentalismus, von internationalen Spannungen und neuen militärischen Konflikten, rücken die Erfahrungen dieser Männer jedoch erneut in unseren Wahrnehmungsradius: Trieb allein die politische Verblendung sie an? Glaubten sie wirklich bis zuletzt an den »Endsieg«, den das Regime versprach? Welche Gründe hatten sie, mit ihrem Einsatz eine Kapitulation hinauszuzögern, die noch Millionen Menschenleben hätte retten können? – Diesen psychologischen Fragen soll im Seminar mit Hilfe von gefilmten Zeitzeugeninterviews nachgegangen werden. Diese Selbstzeugnisse geben die Möglichkeit, sich mit den Haltungen und Berichten der Frontsoldaten-Generation kritisch auseinanderzusetzen.

1 × Sonnabend, 11.00 – 18.00 Uhr, 11. November 2017
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr 28 Euro / Mitglieder 22 Euro

 

SEM 220 Prähistorische Kunst

Dr. phil. Beate Veil, Ur- und Frühhistorikerin, Archäologin

Die ältesten Kunstwerke der Menschheit sind so alt wie der Homo sapiens sapiens selbst. Mit seinem Auftauchen in Europa vor etwa 40 000 Jahren finden wir in den Höhlen der Schwäbischen Alb die ältesten Kunstwerke der Menschheit: kleine Plastiken aus Elfenbein. Erst etwa 10 000 Jahre später bemalten Jäger und Sammler in Frankreich die ersten Bilderhöhlen in Chauvet. In welchen Kontext können wir die ältesten Kunstwerke wie Plastiken, Musikinstrumente, Schmuck und Wandmalerei stellen? Welche Erkenntnisse können wir aus diesen ältesten Hinterlassenschaften ziehen? Die künstlerische Vielfalt unserer Vorfahren soll entdeckt werden.

3 × dienstags, 10.00 – 12.00 Uhr,
5., 12., 19. Dezember 2017
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr 27 Euro / Mitglieder 21 Euro

 

SEM 221 Märchen im Advent

Karin Hieronimus, Märchenerzählerin

Erwartung, Vorfreude, Licht und Dunkel, das Ankommen im Herzen, ein Geschenk, einen Unterschlupf suchen, Geboren werden, Sorge tragen, den Raum mit den Tieren teilen, Staunen, sich ängstigen, die Verheißung, Verkünden. All das sind biblischeMotive, die uns in dieser Zeit des Jahres begleiten. Aber auch Märchentexte sind mitunter aus ähnlichen Motivfäden gewebt. Beim Entdecken ihres Reichtums verweilen wir nicht nur an der Oberfläche ihrer Bilder, sondern begeben uns hinein in den Erlebnisraum ihrer heilenden Botschaften.

1 × Montag, 10.00 – 12.00 Uhr, 11. Dezember 2017
Gemeindehaus Gartenkirchengemeinde, Marienstr. 35
Teilnahmegebühr 10 Euro / Mitglieder 7,50 Euro

 

SEM 222 Klassisches und theologisches Latein

PD Dr. Gustav-Adolph Schoener, Religionswissenschaftler

Die meisten modernen europäischen Sprachen und das moderne Leben in europäischen Gesellschaften sind wesentlich durch die lateinische Sprache und Kultur geprägt worden. Dieser Sprachkurs bietet die Fortsetzung einer Einführung aus dem letzten Halbjahr in das klassische und theologische Latein. Ziel ist es, Grundkenntnisse der Grammatik und wichtiger Begriffe so zu vermitteln, dass einfache Texte gelesen und mit Wörterbuch übersetzt werden können. Der Kurs richtet sich an alle Interessenten mit geringen Vorkenntnissen und auch an diejenigen, die Schulkenntnisse wieder auffrischen wollen. In diesem Kurs übersetzen wir leichte Augustinus-Texte und Texte aus dem Neuen Testament. Für die Kursteilnahme ist ein Wörterbuch erforderlich: Stohwasser: Lateinisch-deutsches Schulwörterbuch, eine Ausgabe ab 1994. Aber auch andere Wörterbücher sind möglich. Fortsetzung des Einführungskurses aus dem ersten Halbjahr – Neueinsteiger mit Vorkenntnissen sind willkommen.

6 × donnerstags, 17.00 – 18.30 Uhr,
11., 18., 25. Januar, 1., 8., 15. Februar 2018
Gemeindehaus Neustädter Kirche, Rosmarinhof 3 (EG)
Teilnahmegebühr 42 Euro / Mitglieder 33 Euro

 

SEM 223 Junia, einzigartig unter den Aposteln

Dr. Sigrid Lampe-Densky, Theologin

Im Römerbrief des Paulus werden Andronikus und Junia erwähnt, die »angesehen unter den Aposteln sind«. Junia, als weiblicher Name wird von manchen als Kurzform für den männlichen Namen Junianus gehalten. Neuere Ausgaben der Lutherbibel, die Bibel in gerechter Sprache und die Gute Nachricht Bibel fassen Junia in ihren Kommentaren dagegen als Apostelin auf. Im Seminar entdecken wir diese außergewöhnliche Person als Apostelin und das bemerkenswerte Engagement ihrer anderen frühchristlichen Schwestern.

1 × Freitag, 10.00 – 12.00 Uhr, 19. Januar 2018
Gemeindehaus St. Thomas-Kirche, Wallensteinstr. 32
30459 Hannover, U-Bahn 3/7 Richtung Wettbergen
Haltestelle Bartold-Knaust-Straße
Teilnahmegebühr 10 Euro / Mitglieder 7,50 Euro
(plus ggf. eine kleine Getränkespende vor Ort)