Evangelische Stadtakademie Hannover

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Leibniz-Festtage

14. Leibniz-Festtage vom 2. September – 14. November 2017

Eine Kooperation mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen und Concerto Foscari

Leitung: Martina Trauschke

 

Leibniz und das Judentum

In dialogo. Musik und Lesung zum Religionsgespräch von 1704

Eröffnung der 14. Leibniz-Festtage

Im Juli 1704 fand im kurfürstlichen Schloss an der Leine ein außergewöhnliches Religionsgespräch zwischen Juden und Christen statt. Die Überlieferung des Gesprächsverlaufs ist einzigartig und wird in der Lesung dargeboten. Umspielt wird die Lesung mit Werken des repräsentativsten jüdischen Musikers des Barock, Salomone Rossi Hebreo, und des Komponisten Johann Rosenmüller.

Concerto Foscari unter der Leitung von Alon Sariel

Lesung: Dieter Hufschmidt
Termin: Samstag, 2. September, 20.00 Uhr
Ort: Neustädter Hof- und Stadtkirche
Vorverkauf: 12 – 23 Euro (Endpreis)
(HAZ/NPTicketshop powered by Laporte und Buchhandlung an der Marktkirche)
Konzertkasse: 14 – 25 Euro, Anmeldung nicht erforderlich


 

Leffmann Behrens – eine jüdische Karriere in Hannover zur Leibnizzeit

Leffmann Behrens baute in Hannover erfolgreich eine Firma für Luxusartikel für die Bedürfnisse des Welfenhofes auf. Er wurde zum Hof- und Kammeragenten ernannt. Auf dem Hintergrund seines Einflusses am Hof engagierte er sich für die Gründung einer Synagoge in der Bergstraße in der Calenberger Neustadt und prägte das Religionsgespräch von 1704. Eine Persönlichkeit mit Ausstrahlung über seine Zeit hinaus.

Vortrag: Dr. Bernd Schedlitz
Termin: Mittwoch, 6. September, 19.00 Uhr
Ort: Neustädter Hof- und Stadtkirche
Eintritt: 7 Euro, Anmeldung nicht erforderlich


 

Jüdische Orte in der Calenberger Neustadt in der Leibnizzeit

Wo wohnte Leffmann Behrens? Wo stand die erste Synagoge? Wie lebten die Menschen der jüdischen Gemeinde um 1700? Die Häuser stehen nicht mehr, aber die Topographie der Orte ist nachzuvollziehen durch den Vortrag des Architekturhistorikers Gregor Janböcke. Der Chor der Jüdischen Gemeinde wird diese Veranstaltung festlich rahmen.

Vortrag: Dipl.-Ing. Gregor Janböcke
Musik: Chor der Jüdischen Gemeinde, Kantor: Andrej Sitnov, Dirigent: Naum Nusbaum
Termin: Sonntag, 10. September 2017, 17.00 Uhr
Ort: Neustädter Hof- und Stadtkirche, anschließend am Ort der ehemaligen Synagoge


 

Grabsteine als historische Zeugnisse: Jüdisches Leben in Hannover um 1700

Führung: Dr. Peter Schulze
Termin: Dienstag, 12. September, 17.00 – 19.00 Uhr
Ort: Alter jüdischer Friedhof
Treffpunkt: Eingang an der Oberstraße, Herren bitte mit Kopfbedeckung
Kosten: 5 Euro, Anmeldung nicht erforderlich


 

Die Residenzstadt Hannover als Kommunikationsraum für Juden und Christen um 1700

Welche Umstände haben das Religionsgespräch von 1704 zwischen Juden und Christen ermöglicht? Die religionsliberale Haltung des Kurfürsten eröffnete eine in der Barockzeit nicht selbstverständliche Offenheit für das Recht auf Ausübung der jüdischen Religion. Das ist eine Haltung im Geiste von Leibniz.

Vortrag: Dr. Rotraud Ries
Termin: Donnerstag, 14. September 2017, 19.00 Uhr
Ort: Neustädter Hof- und Stadtkirche
Eintritt: 7 Euro, Anmeldung nicht erforderlich


 

Ohne Berührungsängste und auf Augenhöhe. Raphael Levi, Leibniz und die Aufklärung

Zu den bemerkenswerten Begegnungen, die von Gottfried Wilhelm Leibniz überliefert sind, gehört die erste mit dem jungen Raphael Levi, die zwischen 1705 und 1710 stattfand. Raphael Levi wurde ein Schüler von Leibniz und später ein anerkannter Mathematiker, der seinem Lehrer zeit seines Lebens in hohem Respekt verbunden blieb. Eine außergewöhnliche Begegnung.

Vortrag: Prof. Dr. Christoph Schulte
Termin: Donnerstag, 28. September 2017, 19.00 Uhr
Ort: Leibnizsaal in der Neustädter Hof- u. Stadtkirche
Eintritt: 7 Euro, Anmeldung nicht erforderlich


 

»Hannover erleidet durch Ihre Abreise eine Sonnenfinsternis« – Lesung aus dem Briefwechsel zwischen der Kurfürstin Sophie von Hannover und Gottfried Wilhelm Leibniz

Seit wenigen Monaten liegt erstmals der umfangreiche Briefwechsel zwischen Gottfried Wilhelm Leibniz und der Kurfürstin Sophie in deutscher Sprache vor. Der scharfe Humor der Sophie und die geistvolle Dialogkunst von Leibniz machen diesen Briefwechsel zu einem überraschenden Vergnügen von unglaublichem Themenreichtum im gewinnenden Charme einer Freundschaft.

Auswahl und Moderation: Eike Christian Hirsch
Lesung: Sybille Brunner, Dieter Hufschmidt
Termin: Montag, 13. November 2017, 19.00 Uhr
Ort: Neustädter Hof- und Stadtkirche
Eintritt: 7 Euro, Anmeldung nicht erforderlich


 

Gedenken am 301. Todestag von Gottfried Wilhelm Leibniz in Kooperation mit der Leibniz Gesellschaft und der Leibnizschule »Wahrheit Light« – eine szenische Aufführung mit Schülern der Leibnizschule unter der Leitung von Matthias Behne

Termin: Dienstag, 14. November 2017, 11.00 Uhr
Ort: Neustädter Hof- und Stadtkirche
Anmeldung nicht erforderlich


 

Abschlusskonzert: Corona Aurea. Leibniz und die Kabbala Denundata

Das zweibändige Kompendium »Kabbala Denundata« ist das Ergebnis eines Editions- und Übersetzungsprojektes von Texten der jüdischen Mystik, das wesentlich von dem in Sulzbach ansässigen Christian Knorr von Rosenroth betrieben wurde. Die Deutungen kabbalistischer Texte lernte Gottfried Wilhelm Leibniz durch die Bekanntschaft mit Knorr von Rosenroth kennen. 1687 reiste er nach Sulzbach, um mit ihm Fragen der Kabbala zu erörtern. Concerto Foscari spannt mit Werken von u. a. Matthew Locke, Thomas Preston, Adam Jarzebski, Samuel Scheidt sowie Kompositionen aus dem Bezugsrahmen der jüdischen Mystik in Safed (Galiläa) einen musikalischen Bogen zu den Herkunfts- und Wirkungsstätten der jüdischen und christlichen Autoren des Kompendiums.

Concerto Foscari unter der Leitung von Alon Sariel
Einführung von Prof. Dr. Peter Antes zur Kabbala

Termin: Dienstag, 14. November 2017, 17.00 Uhr
Ort: Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek,
Waterloostr. 8, 30169 Hannover
Anmeldung nicht erforderlich

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